In unserem letzten Blogbeitrag haben wir über das Thema Hufrehe gesprochen. Einer der wichtigsten Maßnahmen zur Vorsorge und zur Therapie ist die angepasste Fütterung. Leider sind nur wenige Tierärzte geschult in dem Thema.


⚠️ Dont‘s

Hierbei handelt es sich um Tipps, die zur allgemeinen Prävention dienen. Diese Fehler solltet ihr auf keinen Fall machen:

  • 🌾 unnötige Zucker füttern: Obst und Gemüse wie rote Beete & Leckerchen
  • 🌿 Energiemenge nicht im Blick haben: Energiemenge an die Bewegung anpassen, Freizeitpferde benötigen als Energiequelle oftmals nur Heu
  • 🏃♀️ Pferde nicht bewegen: Auch Freizeitpferde brauchen regelmäßige Bewegung. Das gilt übrigens auch für Offen- oder Aktivstallhaltung.
  • Weide ganzjährig nutzen: Weidehaltung während Frühling und Herbst ist besonders gefährlich, da die Temperaturunterschiede von Tag und Nacht extrem sind und mit ihr auch die Fruktaneinlagerung im Gras.
  • Heu ad libitum (bei bestimmten Ponys/Pferderassen): Viele Pferde- und vor allem Ponyrassen neigen zum „Überfressen“. Sie fressen ein vielfaches von dem, was sie eigentlich dürften, um ihren Appetit zu stillen. Portionierte Heurationen zusammen mit Stroh und Zweige wäre eine gesündere Alternative.

🩺To  Do

Man sollte immer einen Überblick über die Futtermittel seines Pferdes haben.

  •  Heuanalyse: Das kleinste Analysepaket der LUFA umfängt u.a. Energie, Zucker und Protein. Wichtige Daten um die richtige Mahlzeiten für sein Pferd zu planen.
  •          Zuckergehalt im Heu: Heu um die 5% Zucker ist für ein Hufreherisikopatient ein Traum. Aber leider oftmals utopisch. Zuckergehalte über 10% sind gefährlich. Hier sollte man das Heu mit Stroh strecken und/ oder den Zucker auswaschen.
  •          Proteinmängel ergänzen: Sollte ein Proteindefizit bestehen, muss dieses durch Proteinquellen wie Soja, Erbsen, Hanf oder Luzerne aufgefüllt werden. Eiweißmangel kann Muskelabbau begünstigen, Eiweißüberschuss macht zwar keine Hufrehe, belastet aber unnötig den Stoffwechsel vor allem die Nieren.
  •          Mineralien ausgleichen: Die richtige Balance aus lebensnotwendigen Mineralien (siehe Mineral Stoffwechsel) dient als Prävention vieler Erkrankungen und dient auch einer schnelleren Genesung. Auch hierbei ist eine Heuanalyse das nützlichste Tool.

G    Gut zu wissen: Wenn du bei den Ergebnissen deiner Heuanalyse oder der Rationsplanung Hilfe benötigst, kannst du gerne über das Kontaktformular oder Chat eine Beratung ins Anspruch nehmen.

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